Vor einigen Tagen hatte ich das Glück, wieder an einem Weidenflechtkurs teilnehmen zu dürfen. In der wunderschönen Atmosphäre eines Hofcafes verbrachten 10 Frauen einen tollen Tag.
Ich wollte unbedingt lernen, wie man einen Korb flechtet.
Diese alte Technik fasziniert mich immer wieder aufs Neue.
Früher war das Flechten von Weidenkörben die Arbeit von Männern im Winter.
Neben dem Schlagen und vorbereiten der Weiden, gehört auch das Vorbereiten des "Weidenkorbgestells" dazu, in dem Falle meines Korbs wurde Haselnuss verwendet.
Henkel und äußerer Ring des Korbs sind aus Haselnuss. Diese Zweige werden im Hebst geschnitten und dann über Monate in einem Fass rund gebogen gelagert, damit sie die entsprechende Form bekommen.
( Solche Vorbereitungen hatte natürlich der Kursleiter getroffen...)
Will man dann einen Korb flechten, müssen Henkel und äußerer Ring an den Enden angespitzt und abgeflacht werden, so daß sie einen perfekten Ring bilden.
Eine sehr mühevolle und zeitintensive Arbeit für die man einiges an Kraft braucht.
Dann wird an beiden Kreuzungspunkten ein sogenannter "Spiegel" geflochten, die Querrippen werden angepasst und erst dann beginnt das eigentliche Flechten.
Mein Großvater, der eine Heuerstelle bei einem niedersächsichen Bauern inne hatte, war so ein Korbflechter.
Leider hat keiner sein Handwerk von ihm erlernt, aber im Blut schein es doch zu liegen...
Liebe Grüße
und einen schönen Herbsanfang









